Viele Unternehmen und Lohnbüros haben wenig Erfahrung vom Verfahren und der Abrechnung von Kurzarbeitergeld. Das führt häufig zu falschen Abrechnungen und hat Rückforderungen zur Folge.

Seit Mitte März 2020 kam es durch die Shutdown-Maßnahmen in vielen Branchen zu einem Ausfall der Wirtschaftstätigkeit. Die Wirtschaft nutzt in großem Umfang das Kurzarbeitergeld, um Fachkräfte und eingespielte Teams im Unternehmen zu halten.

 

Die meisten Unternehmen hatten noch nie mit Kurzarbeitergeld zu tun. Das führt zu vielen Fragen und manchmal auch Unsicherheit bei der Inanspruchnahme. Die Themen reichen dabei vom Anzeigeverfahren über die richtige Beantragung bis hin zum Ausfüllen der Abrechnungslisten.

Fehlende Erfahrung in der Beantragung und Abrechnung führt häufig zu Fehlern und später zu Rückforderungen des zuviel gezahlten Kurzarbeitergeldes. In schwerwiegenden Fällen können Ordnungswidrigkeitenverfahren entstehen, die neben der Rückforderung mit einem Bußgeld verbunden sind.

Lohnbüro AM hilft bei der korrekten Ausführung der Abrechnung. Unternehmen können sich unterstützen lassen – beim Ausfüllen der Abrechnungslisten, beim Nachweis des Arbeitsausfalls oder bei der Ermittlung der Beschäftigten mit Kurzarbeitergeldanspruch.   

Fragen an das Lohnbüro im Zusammenhang mit Corona

 

Erleichterter Zugang zum Kurzarbeitergeld bis 30. Juni 2022 verlängert

 

 

Seit dem 18.03.2022 ist es amtlich: der Bundesrat hat der weiteren Verlängerung des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld zugestimmt. Im einzelnen wird in der Mitteilung der Bunderegierung vom 18. März 2022 ausgeführt:

 

Bis Ende Juni 2022 gilt: Ein Betrieb kann Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.

 

Ob Veranstaltungs- und Kreativwirtschaft oder das Gastgewerbe: Für manche Branchen ist es nicht auszuschließen, dass es auch weiterhin zu pandemiebedingten Einschränkungen kommen kann.

Der Bundesrat hat nun das Gesetz zur Verlängerung der Corona-bedingten Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld gebilligt. Damit gelten folgende Regelungen bis Ende Juni fort:

  • Die Voraussetzungen für den Zugang zum Kurzarbeitergeld bleiben herabgesetzt.
  • Auf den Aufbau von Minusstunden wird verzichtet.
  • Einkommen aus während der Kurzarbeit aufgenommenen Minijobs wird nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet.
  • Ab dem vierten beziehungsweise siebten Bezugsmonat gelten erhöhte Leistungssätze.

Mit dem Gesetz wird die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld befristet bis zum 30. Juni 2022 von 24 auf 28 Monate verlängert.

Wegen der Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt wurden nicht alle Sonderregelungen verlängert. Die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge läuft zum 31. März 2022 aus. Die Beiträge wurden den Arbeitgebern aufgrund der Covid-19 Pandemie zeitweise zu 100 Prozent erstattet. Seit 1. Januar noch zur Hälfte.

 

Auch die Einbeziehung der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in das Kurzarbeitergeld wurde mit dem Infektionsschutzgesetz bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Sie sollte zunächst zum 31. März 2022 auslaufen. Aufgrund der Auswirkungen des Ukraine Krieges auf die Lieferketten, insbesondere in der Automobilindustrie und die hohe Zahl der dort beschäftigten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer, hat die Bundesregierung die Regelung jedoch verlängert.

 

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